Frühzeitig mit dem Buchbinder sprechen

Beim Anlegen von Druckprodukten werden bei der Gestaltung oft produktionstechnische Aspekte bei der Bindung nicht oder zu wenig berücksichtigt, was zu hohen Kosten führen kann bzw. das Endprodukt nicht den (Kunden)vorstellungen entspricht.

Grundsatz
Besser zu Produktionsbeginn als gegen Produktionsende mit dem Buchbinder sprechen! Dies spart Kosten und Nerven.

Was es bei der Gestaltung von Druckprodukten zu beachten gilt…

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Naturpapiere vs. Offsetpapiere

Viele fragen sich oft was der Unterschied zwischen Naturpapieren und Offsetpapieren ist. Es gibt keinen Unterschied! Es handelt sich um die gleichen Papierarten, es ist nur eine andere Bezeichnung. Es handelt sich um «unbeschichtete» die ihrer Oberflächenbeschaffenheit (Haptik) sehr beliebt sind. Definition: Naturpapiere

Bei der Produktion zu beachten

  • Der Gesamtfarbenauftrag (GFA) darf nicht zu hoch zu sein (in den meisten Fällen 300%, besser 280%). Naturpapiere sind sehr saugfähig und bei zuviel Farbe gehen Details in den dunklen Partien verloren. Man spricht dann im Volksmund auch von «Zulaufen».
  • Korrektes Profil: PSO Uncoated ISO 12647/PSO Uncoated v3. Wenn man unsicher ist welches Papier im Druck zur Anwendung kommt (idealerweise beim Druckdienstleister vorab in Erfahrung bringen), dann ist man mit dem ISO Coated v2 300% nicht falsch und lässt Optionen für Konvertierungen offen.
  • Ein grossen Einfluss auf die Qualität haben auch die Rasterform und Rasterweite. Ideal: 60er (Rasterweite) und AM-Raster (FM; frequenzmodulierte Raster haben auf diesen Papieren selten überzeugt, u.a. flaue Bilder).

Hilfreiches 
Die aktuellsten ICC-Profile (auch V3-Profile für die hochweissen Papiere die viel optischen Aufheller enthalten findet man hier: ECI