
Beim Anlegen von Druckprodukten werden bei der Gestaltung oft produktionstechnische Aspekte bei der Bindung nicht oder zu wenig berücksichtigt, was zu hohen Kosten führen kann bzw. das Endprodukt nicht den (Kunden)vorstellungen entspricht.
Grundsatz
Besser zu Produktionsbeginn als gegen Produktionsende mit dem Buchbinder sprechen! Dies spart Kosten und Nerven.
Was es bei der Gestaltung von Druckprodukten zu beachten gilt…
- Elemente – vor allem Lauftexte – nicht zu nahe am Bund platzieren, da z.B. bei der Klebebindungen mind. 3 mm für den Fräsrand «verschwinden»
- Zur Sicherheit ein Blindmuster fertigen lassen (beim Buchbinder anfordern, meist kostenpflichtig was sich aber in vielen Fällen lohnt).
- Bei der Klebebindung ist bei den Innenseiten (UG 2 und UG3) einerseits der Rücken freizuschlagen sowie ca. 5 mm links und rechts frei lassen (weiss lassen), damit der Leim haftet.
- Rückenbreite berechnen lassen und beim Anlegen des Umschlags berücksichtigen.
- Sparsamer Einsatz von Elementen die über den Bund bzw. von der zweiten Umschlagseite auf die erste Inhaltsseite laufen.
- Vor der Produktion der Druckerei repräsentative (Muster)seiten zukommen lassen.
Bindearten
Zu den wichtigsten Bindearten gehören die nachstehenden:
- Drahtheftung (kostengünstig; ideal bis rund 64 S.)
- Klebebindung (relativ kostengünstig; von der Anmutung hochwertiger; beim umfangreichen Seiten; mit Rücken der u.a. bedruckt werden kann)
- Fadenheftung (hohe Kosten; hochwertig; Produkte können sehr gut aufgeschlagen werden)
- Wire-O-Bindung / Spiralbindung (Bindung mit Draht/Plastik, Produkt wird geloch; ideal für Handbücher usw.)
Link zu Bindearten
- bubu (Buchbinderei)